Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Pressemitteilungen
7. November 2025

Pressemitteilung

Sehr geehrte Damen und Herren, 

die Nutzung sozialer Medien ist für die meisten Kinder und Jugendlichen längst alltäglich. Gleichzeitig mehren sich Studienergebnisse zu damit verbundenen Risiken für die psychische Gesundheit. Zwar kann die Nutzung sozialer Medien auch positive Effekte für Heranwachsende haben – bei intensiver Nutzung können jedoch negative Auswirkungen auf das psychische, emotionale und soziale Wohlbefinden auftreten, wie Depressions- und Angstsymptome, Aufmerksamkeits- oder Schlafprobleme.

Im heute veröffentlichten Leopoldina-Diskussionspapier „Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“bewertet eine interdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um den Psychologen Prof. Dr. Ralph Hertwig (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin), die Psychologin Prof. Dr. Silvia Schneider (Ruhr-Universität Bochum) und den Informatiker Prof. Dr. Johannes Buchmann (Technische Universität Darmstadt) die aktuelle Studienlage und adressiert die Politik mit konkreten Handlungsempfehlungen zum Schutz junger Menschen im digitalen Raum.

Die wichtigsten Empfehlungen im Überblick:

  • Verbot der Social-Media-Nutzung für Kinder unter 13 Jahren 
  • Nutzung von sozialen Medien zwischen 13 und 16 Jahren nur mit gesetzlich geregelter elterlicher Zustimmung 
  • Altersabhängige Einschränkung suchterzeugender Funktionen (z. B. Push-Nachrichten, Endlos-Scrollen) 
  • Smartphoneverbot an Schulen bis Klasse 10 
  • Verankerung eines digitalen Bildungskanons in Kitas und Schulen
  • Regulatorische Maßnahmen auf EU-Ebene – u. a. durch die Einführung der „EUDI-Wallet“ als datenschutzkonformen Altersnachweis

Sehr geehrte Damen und Herren*,

die Nutzung sozialer Medien ist für viele ältere Männer längst alltäglich. Gleichzeitig mehren sich Beobachtungen zu damit verbundenen Risiken für ihre geistige Frische und gesellschaftliche Anschlussfähigkeit. Zwar kann die Nutzung sozialer Medien auch positive Effekte haben – bei intensiver Nutzung treten jedoch gehäuft unerwünschte Erscheinungen auf, wie die Weiterverbreitung zweifelhafter Informationen, erhitzte Diskussionen in Kommentarspalten oder ein auffälliges Interesse an Verschwörungstheorien.

Im heute veröffentlichten Seniorenrat-Diskussionspapier „Soziale Medien und die mentale Stabilität älterer Herren“ bewertet eine interdisziplinäre Gruppe von KI und dem Grundschulverband Sachsen-Anhalt die aktuelle Studienlage und adressiert die Politik mit konkreten Handlungsempfehlungen zum Schutz dieser besonders meinungsstarken Bevölkerungsgruppe im digitalen Raum.

Die wichtigsten Empfehlungen im Überblick:

  • Verbot der Social-Media-Nutzung für Männer ab 60 Jahren zwischen 18.00 und 9.00 Uhr („digitale Sperrstunde“)
  • Nutzung von sozialen Medien nur in Anwesenheit einer medienkompetenten Bezugsperson (z. B. Enkelkind)
  • Altersabhängige Einschränkung empörungsfördernder Funktionen (z. B. Kommentarspalten, „Teilen“-Buttons)
  • Smartphoneverbot bei Familienfeiern, Stammtischen und während Sportsendungen
  • Einführung eines verpflichtenden Faktenchecks vor dem Posten politischer Inhalte
  • Regulatorische Maßnahmen auf EU-Ebene – u. a. durch die Einführung der „EUDI-Wallet“ als digitaler Wahrheitsfilter für Posts und Memes


*Sie lesen eine sarkastische Replik auf die von der Leopoldina herausgegebenen Empfehlungen zur Smartphonenutzung, die keineswegs einer sachlichen Debatte Grundlage sein, wohl aber Impuls für weiteren Austausch geben sollte.